Wunderbare Ansichten von der „Alten Seidenstraße“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Multimedia-Vortrag von Dr. Klaus-Rainer Schulze in der Ravolzhäuser Kirche

Wunderbare Ansichten von der „Alten Seidenstraße“

NEUBERG ■ Jedes Jahr im Frühjahr zeigt er Neuberg die große weite Welt: auch 2026 wird in der Evangelischen Kirche in Neuberg-Ravolzhausen wieder einer der exklusiven, interessanten und unterhaltsam präsentierten Multimedia-Vorträge von Dr. Klaus-Rainer Schulze präsentiert werden.

Am Freitag, 20. März um 19:00 Uhr wird der „Weltreisende aus Neuberg“ dort die Zuschauer mit dem Titel „An der Alten Seidenstraße - Bauten, Landschaften, Menschen, Erlebnisse“ in die Welt des Orients entführen. Es ist mittlerweile schon der 14. Reisebericht, den Dr. Schulze über die verschiedensten Länder und Kontinente zusammengestellt hat und die sich immer einer großen Schar interessierter und begeisterter Zuschauer erfreuen. Wie immer wird der Vortrag vom Förderkreis Kirche Ravolzhausen ausgerichtet. Der Eintritt ist frei, der Förderkreis bittet aber wie gewohnt um eine freiwillige Spende für seine Arbeit.

Jeder hat schon von ihr gehört, von der Neuen Seidenstraße, die von China gebaut wird. Per LKW, per Bahn, per Schiff sollen Güter über die verschiedensten Routen in alle Welt transportiert werden. Warum aber „Neue“ Seidenstraße, gibt oder gab es auch eine „Alte“ Seidenstraße?

Ja, sie ist berühmt, und sie hat über tausend Jahre lang die Menschen in Asien und Europa über ein vielfältiges Wegenetz verbunden. Namensgeber war die Seide, welche aus China stammt, aber auch Gewürze, Porzellan, Gold, Edelstein und Glas wurden gehandelt. Neben den Waren aber wurden auch Erfindungen wie das Papier oder visionäre Ideen und wissenschaftliche Erkenntnisse verbreitet. Forscher und Armeen waren auf der Seidenstraße unterwegs, Entdecker und Eroberer: Marco Polo, Przhevalsky, Alexander der Große, Kublai Khan (ein Enkel Chingis Khans), oder Timur – um nur einige Namen zu nennen.

Die Reise auf der Seidenstraße war nicht ungefährlich, es ging durch Wüsten, Steppen, Berge und Flüsse, ganz abgesehen von Räubern und anderen Gefahren. Anders als gemeinhin angenommen, reisten viele Händler meist nur einen Teil der Strecke und verkauften oder tauschten ihre Waren wieder. Entlang der Seidenstraße gab es in relativ kurzen Abständen ummauerte Herbergen, die sogenannten Karawansereien, so dass Händler kein Futter für die Tiere mitnehmen mussten und mehr Lasten transportieren konnten.

Solche Stützpunkte hatten sich zu wichtigen, reichen und prächtigen Städten entwickelt, die auch heute noch einen besonderen Glanz ausstrahlen: Samarkand, Buchara, Chiwa und Taschkent im heutigen Usbekistan sowie Osh und Bishkek im heutigen Kirgistan zählen dazu. Nicht zu vergessen sind die Wüstengebiete und die Hochgebirge entlang der Alten Seidenstraße, die zwar anstrengend sind, aber zugleich auch äußerst beeindruckend.

Beeindruckend sind auch die Menschen in Zentralasien – ihre Kultur, ihre Ansichten, ihre Gastfreundschaft, ihr Essen, die man zwanglos kennenlernt – bis in den privaten Bereich hinein, wenn man durch das Land reist. „Abenteuer und Erlebnis“ war das Motto der wie immer von Dr. Schulze und seiner Frau persönlich absolvierten Reise.

Wie gewohnt erwartet das Publikum spektakulären Film- und Fotoaufnahmen aus einer für viele unbekannten, sagenumwobenen Region der Erde, wie immer humorvoll präsentiert und stets fachkundig und gut recherchiert von Dr. Klaus-Rainer Schulze. Die Mitglieder des Förderkreises halten für die Gäste wie üblich in der Pause eine kleine Erfrischung bereit und freuen sich auf einen interessanten und informativen Abend in der Ravolzhäuser Kirche mit dem „Weltreisenden aus Neuberg“.

Autor: Claus Diegel